Dienstag, 29. september 2009
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Wie kann denn sowas passieren? Da feiere ich Ayreon's 01011001
als das zweitbeste Album des vergangenen Jahres, höre die alten (nicht weniger
grandiosen) Platten aus der Feder des Progressive-Meisters Arjen Lucassen rauf und runter und warte seit dem Frühjahr geduldig auf sein
neuestes Projekt unter dem Banner Guilt Machine - nur um jetzt zu erfahren, dass ich die Veröffentlichung um gut einen Monat verpasst habe. Und das mitten in den
Semesterferien. Seit Ende August nämlich steht On This Perfect Day (so der Titel des Albums) in den Regalen.
Was das gelungene Cover-Artwork von Christophe Dessaigne schon vermuten lässt, bestätigen die Hörbeispiele auf der Myspace-Seite: Guilt
Machine ist noch einige Nuancen düsterer und beklemmender ausgefallen als das schon sehr melancholische Vorgängeralbum. Verstärkt wird die Stimmung durch die Konzentration auf nur
vier Musiker, Arjen miteingerechnet. Anstatt ein Metal-Musical à la Ayreon aufzufahren und etliche Charaktere mit eigenen Sängern zu besetzen, bekommt man auf On This
Perfect Day nur zwei Stimmen zu hören - die nämlich von Arid-Sänger Jasper Steverlinck und Arjen Lucassen selbst. Der daraus
resultierende Sound fällt vielleicht sogar noch intensiver, sicher jedoch intimer aus als auf vorigen Lucassen-Platten.
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Im Rockhard-Interview bestätigt der talent-verwöhnte Hüne aus den Niederlanden, dass er den künstlerischen Blickwinkel auf seiner neuesten Platte bewusst nicht
hinaus in eine Sci-Fi-Welt richtet. Gulit Machine blickt in die Seele, ist eine Reise durch die dunkelsten Abgründe der menschlichen Psyche, wo Schuld, Bedauern und vermeintlich
verdrängte Geheimnisse regieren. On This Perfect Day tritt womöglich nicht konsequent genug aus den Fußstapfen des musikalischen Lucassen-Flaggschiffs Ayreon. Doch das ist eigentlich alles, was man dem progressiven Kunstwerk ankreiden könnte. Längst nicht nur für Fans eine tolle Ergänzung der
Plattensammlung und dazu der richtige Soundtrack für den nahenden Herbst.
von Daniel
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